PreZero
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Mehrweg-Becher-PreZero-Arena

Mehrweg statt mehr weg

Egal, wie oft man schon live dabei war: Ein Besuch im Fußballstadion ist jedes Mal aufs Neue ein einmaliges Erlebnis. Das gilt oft nicht nur für begeisterte Fußballfans, sondern in vielen Stadien auch für Plastikbecher, die nach dem Gebrauch im Müll oder auf dem Boden landen und entsorgt werden.

 

Wie ein durchdachtes Mehrwegbecher-System Abhilfe schaffen kann, beweisen die TSG Hoffenheim und ihr offizieller Nachhaltigkeitspartner PreZero schon seit Anfang 2020. Wasser, Limo, Bier, Glühwein: Getränke werden seitdem ausschließlich in Mehrwegbechern ausgeschenkt. 

 

 

 

Der Elefant in der Zero Waste Arena

Gut 22.000 Becher kommen im ausverkauften Stadion zusammen – pro Spieltag. Auf die komplette Saison gerechnet sind das etwa eine halbe Million Becher, mit deren Inhalt man über tausend Badewannen füllen könnte. Oder anders gesagt: Es ist schwer, sich diese Menge vorzustellen. Ziemlich klar kann man sich wiederum vorstellen, wie viel Plastik durch ein Trinkbecher-System mit Mehrweg-Nutzung gespart werden kann. Hochgerechnet sind es acht Tonnen – mehr, als ein ausgewachsener Elefant auf die Waage bringt.

 

Beeindruckende Zahlen, mit denen hier jongliert wird. Doch am Ende sind sie zweitrangig. Im Fokus der Zusammenarbeit der TSG Hoffenheim und PreZero steht seit Beginn ein gemeinsames Ziel: Die PreZero Arena zur Zero Waste Arena zu machen. Also konkret dafür zu sorgen, dass Abfälle verringert und in sinnvolle Kreisläufe gebracht werden. So wurde das Mehrweg-System nicht einfach von heute auf morgen eingeführt, sondern das Für und Wider sorgfältig abgewogen und wissenschaftlich erforscht.

 

 

 

Den Kreislauf ankurbeln

„Wir haben die Wertstoffströme genau untersucht“, sagt PreZero-Geschäftsleiter Dietmar Böhm. Mit dem Ziel die Ökobilanz der Becher zu verbessern, wurden die verschiedenen Varianten genau verglichen. Vor dem Hintergrund, dass es für die bisher genutzten Becher aus Polylactiden (PLA) in Deutschland aktuell keine geeignete Kompostier- oder Recycling-Möglichkeit gibt, fiel die Entscheidung zugunsten der Mehrwegbecher. Diese bestehen aus widerstandsfähigem, recyclebarem Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) und haben einen spielentscheidenden Vorteil: Sie können bis zu 400 Mal gespült werden.

 

Die Rechnung ist dabei einfach, denn als Faustregel gilt: Je öfter der Mehrwegbecher genutzt wird, desto nachhaltiger ist er im Vergleich zum Einwegbecher. Doch ganz so simpel ist die Mehrweg-Taktik nicht, denn sie enthält noch ein paar zusätzliche Aspekte. Zum Spülen wird bestehende Infrastruktur genutzt, weshalb die Becher einen kurzen Abstecher zu einer nahegelegenen Spülanlage machen. Damit legen die Becher eine Wegstrecke von möglichst wenigen Kilometern zurück. Zusätzlich verzichtet die TSG Hoffenheim auf besondere Sammelmotive auf den Bechern. So entsteht kaum Anreiz, die Becher zu behalten und sie bleiben dort, wo sie hingehören – in der Arena.

 

 

 

(Zurück)geben statt (mit)nehmen

Um sicher zu sein, dass die Becher auch wiederverwendet werden können und nicht trotzdem im Müll landen, haben die TSG und PreZero auch über ein Pfandsystem beraten. Im Vergleich zu anderen Bundesligisten liegt der Pfandbetrag mit 50 Cent recht niedrig. “Das Pfandsystem soll für uns kein Geschäftsmodell sein“, sagt TSG-Geschäftsführer Frank Briel. „Wir wollen damit keinen Gewinn machen und weitere Erlöse erzielen“.

 

Ganz im Gegenteil: Im Umlauf der Arena können Fans ihre Becher an Spendenstationen abgeben und damit ein soziales Projekt unterstützen. Egal, ob die Stadionbesucher den Becher spenden oder sich das Pfand auszahlen lassen – sie unterstützen in jedem Fall ein sinnvolles Ziel und den Weg der TSG zum Spitzenklub – auch im Klima- und Umweltschutz.

In der zweiten Episode von „Nachspielzeit“ geht es um die Mehrwegbecher. Schaut rein und erfahrt auch, was die Spieler der TSG dazu sagen.